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Heterodon

Heterodon n.nasicus - Westliche Hakennasennatter

Die Hakennasennatter hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet, von Südkanada über USA bis nach Nordmexico.
Sie lebt dort in Prärien, Grasländer, Sanddünen, aber auch bewaldete Berghänge, sumpfige Gebiete und Gewässerufer gehören zu den vielfältigen Lebensräumen dieser tagaktiven, bodenbewohnenden Schlange mit der typischen aufgebogenen Schnauzenspitze.
Sie kann eine größe von 90cm erreichen. Bei intensiver Belästigung werfen sich die Tiere auf den Rücken und stellen sich tot. Dabei entlehrt sie ihre Kloake und ein fäulnis ähnlicher Geruch soll vom wirklichen tot und der Ungeniessbarkeit überzeugen. Wenn das nicht hilft können Hakennattern sogar Blut aus ihrem Maul laufen lassen um das Schauspiel zu perfektionieren. Eine weitere Verteidigungsform ist das der Schwanz in S-Stellung gebracht wird und einem recht zielsicher der Darminhalt entgegen geschleudert wird.
Frösche und Kröten gehören zu ihrer Hauptbeute. Sie fressen aber ebenso Echsen, Mäuse und kleine Vögel.
Im Terrarium benötigen sie einen hohen Bodengrund aus einem Erde/Sandgemisch zum Wühlen. Vorsicht die Schlangen untergraben die Einrichtungsgegenstände. Bei der Einrichtung des Terras darauf achten. Sie brauchen Tagestemperaturen von 26-30°C und in der Nacht 18-20°C.


GIFT
Schlangen der Gattung Heterodon zählen zu den Nattern, genauer gesagt zu den Trugnattern und haben im hinteren Bereich des Oberkiefers kleine Giftzähne. Das Gift wird in der Duvernoy'schen Drüse kurz hinter den Augen gespeichert.

Diese Zähne liegen jedoch so weit hinten, dass es nahezu unmöglich ist, mit diesen in Kontakt zu treten. Außerdem enthält das Gift keine neurotoxischen Komponenten und ist nur in einem sehr kleinen Vorrat vorhanden. Das Gift ist so schwach, dass es gerade einmal reicht, um eine kleine Maus zu betäuben. Es ist mit dem Gift einer Biene zu vergleichen. Symptome, wie leichtes Erröten und eine minimale Schwellung treten meistens nur bei einer Allergie gegen dieses Gift auf und das auch nur dann, wenn die Schlange mehrere Minuten lang auf dem Beutetier kaut, um das Gift einzumassieren! Durch ihr schwaches Gift empfiehlt es sich, Nager nur tot zu verfüttern. Das Gift mag für ein Frosch oder eine Echse genügen. Eine ausgewachsene Maus hingegen würde die Natter schwer verletzen.
Schlangen der Gattung Heterodon sind also für den Menschen völlig ungefährlich, zumal diese um sich zu verteidigen so gut wie nie beißen, sondern zischend mit dem Kopf und geschlossenem Maul nach vorne schnellen!

Nach einer 4-wöchigen Futterpause fahr ich langsam die Temperaturen im Terrarium runter und Schalte auch die Beleuchtung aus. Nach ca 10 Tagen kommen die Tiere dann einzeln in Kunststoffboxen mit einer hohen Schicht Einstreu, Moosbox und Wasserschale und werden in einen Kellerraum mit ca 12-14°C untergebracht. Nach ca 10 Wochen geschieht das gleiche in umgekehrter Reihenfolge und wenige Tage nachdem die Temperaturen wieder in gewohnter Höhe sind, fangen die Tiere gierig an zu fressen. Nachdem die Weibchen einige Wochen wieder gut gefressen haben setze ich sie zum Bock, welcher recht schnell ihr nachstellt und sich paart. Böcke versuchen sich teils mit 10 Monaten schon zu paaren. Daher muß man die Tiere unbedingt getrennt aufziehn. Weibchen dagegen brauchen bei ``normaler ´´Fütterung 3-4 Jahre um auf ein gutes Paarungsgewicht zu kommen. Das Gewicht ist dabei von größerer Bedeutung als das alter. Weibchen würden mit Sicherheit auch schon mit 2 Jahren trächtig werden. Die Frage ist, ob sie die Schwangerschaft überleben und ob es den Gesundheitszustand fördert! Weibchen sollten nicht unter 250g verpaart werden. Unser großes Weibchen hat knapp 300g frisch nach der Eiablage.
Ich fand im Net schon Berichte das Heterodon nasicus paarungsfaul seien, was ich keineswegs bestätigen kann.
Kleine Hakennattern bringen oftmals Probleme bei der Futteraufnahme und verweigern das Fressen. Ein kleiner Trick der oftmals sehr wirkungsvoll ist sind Frostkückenteile, wobei es teils schon reicht die Kückenhaut oder einige Federn auf eine kleine Maus zu legen. Ein weiterer Tipp ist Fisch, wobei auch ungewürztes Fischfilet wie es für den menschlichen Verzehr gedacht ist, gute Ergebnisse liefert. Auf was der jeweilige Verweigerer nun besser anspricht ist von Tier zu Tier verschieden. Im Extremfall mußte ich ein Tier über 7 Monate zwangsfüttern. Jungtiere sollten aber auf jedenfall einzeln gehalten werden damit man ihnen das Futter, auch wenns sein muss, bis zu 2 Tage im Terrarium lassen kann. Die Tiere fressen und vertragen auch Aas, das schon recht übel riecht.
Hakennattern haben ihre Färbung und Musterung von Klapperschlangen übernommen. Dieses nennt man Mimikry. Dieses Phänomen hat sich bei einigen ungiftigen, harmlosen Tieren entwickelt um sich gegen Fressfeinde zu schützen.

Farb und Zeichnungsmutationen der Hakennasennatter.

Als Farbmutationen zählen:

  • Flour-Albino
  • Red-Albino
  • Extreme-Red-Albino
  • Orange-Albino
  • Pink-Pastel-Albino
  • Axanthic
  • Red-Pahse
  • Green-Phase
  • Toffeebelly
  • Gohst

Zu den Zeichnungsmutationen zählen:

  • Anaconda
  • Superconda
  • Twin Spot
  • Tiger
  • Shatter Pattern
  • Spider


Für Informationen zur Vererbung und Genetik, mit der Maus auf die Bilder.

Toffeebelly
Axhantic
Red-Phase
Extreme Red Albino
Flour Albino
Anaconda
Superconda
Green-Phase

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